100 Prozent E-Autos nicht vor 2033 und meine neue Mobilität

Die vielen Skeptiker und Bedenkenträger einer vorschnellen flächendeckenden Einführung der E-Autos können aufatmen. Denn der befürchtete Zusammenbruch des Stromnetzes durch den 100%igen Umstieg auf emissionsfreie Antriebe ist vor 2033 gar nicht möglich. Und das hat einen ganz einfach Grund.

Der "graue Lappen"
Der “graue Lappen”

Denn bis zu diesem Jahr hat die Urform des deutschen Führerscheins, auch der “graue Lappen” genannt, noch Gültigkeit. Erst zu diesem Datum müssen alle Führerschein auf die EU-Fahrerlaubnis umgestellt sein.

Und was steht in dem altehrwürdigen Lappen, der an Autofahrer bis zum Geburtsjahrgang 1968 ausgegeben wurde: “Der Inhaber erhält die Erlaubnis, ein Kraftfahrzeug mit Antrieb durch Verbrennungsmaschine der Klasse xxx zu führen. Da explizit auf den Verberennungsmotor hingewiesen wird, wäre zu prüfen, ob die Inhaber dieses bis 1986 ausgegebenen Dokuments überhaupt berechtigt sind, nichtthermisch angetriebene Fahrzeuge zu führen. Ich werde auf dem nächsten E-Mobilistentreffen einmal überprüfen, wer dann zu Fuß nach Hause gehen muss.

Spaß beiseite. Das hier abgebildete Foto ist auf der Feierlichkeit anlässlich meines Ausstandes bei meinem langjährigen Arbeitgeber entstanden. 15 Jahre lang bin ich werktäglich 70 km gependelt. Am 2. Oktober beginnt ein neues Kapitel in meinem Berufsleben und mein täglicher Arbeitsweg verkürzt sich auf 12 km (Fahrrad) resp. 15 km (Auto). Ich werde so oft wie es die äußeren Bedingungen zulassen, mit dem Rad zur Arbeit fahren.

Neben einer Stunde mehr Freizeit am Tag setze ich damit auch ein Zeichen, die eigene Mobilität zu überdenken. Meine Abhängigkeit vom Auto verringert sich damit deutlich, da auch eine gute Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln gegeben ist. Wir werden somit im kommenden Jahr die Ansprüche an unseren “Fuhrpark” überprüfen. Die aktuelle Idee ist, den noch vorhandenen Verbrenner durch einen materialschonenden Twizy zu ersetzen. Ich werde zu gegebener Zeit berichten.

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