E-Mobilität – Die Voraussetzungen

Wer sich dazu entscheidet, auf ein rein elektrisch angetriebenes Fahrzeug umzusteigen, der sollte sich vor dem Kauf einige Punkte überlegen und sich eine ToDo-Liste erstellen.

  • Reichweite – das A und O der Mobilität. Und die ist bei Elektrofahrzeugen derzeit technisch bedingt beschränkt. Im Fall der Zoe liegt sie laut Herstellerangaben bei 210 resp. 240 km, beim neuen Modell sogar bei 400 km. Hierbei handelt es sich allerdings um Laborwerte, die in der Realität nicht erreicht werden. Sie dienen rein dem markenübergreifenden Vergleich. In der Realität wird die alte Zoe zwischen 100 und 175 km mit einer 24 kWh-Ladung schaffen, die neue zwischen 200 und 350 km mit 41 kWh. Beachten Sie bitte, dass die Reichweite stark vom Fahrprofil und von den Witterungsbedingungen abhängt. Bei Frost sinkt diese deutlich ab. Mein Fahrprofil sieht so aus, dass ich täglich 70 km Arbeitsweg habe. Abends wird das Fahrzeug in der Regel abgestellt und ist am nächsten Morgen wieder aufgeladen. Somit ergeben sich für mich keine Reichweitenprobleme.
  • Aufladung – Mit einem Verbrennungsmotor machen Sie sich nicht viele Gedanken um das Auftanken. An allen Ecken gibt es Tankstellen und Sie müssen vielleicht nur einmal im Monat tanken. Das sieht mit dem Elektroauto anders aus. Ich als 70 km-Pendler muss spätestens jeden zweiten Tag an die Steckdose. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ich habe eine Ladesäule in unmittelbarer Umgebung an dem Supermarkt, an dem wir zweimal die Woche einkaufen. Trotzdem werde ich mich darauf nicht verlassen, denn die Ladesäule könnte defekt, belegt oder schlicht zugeparkt sein. Also sollte man sich beim E-Auto-Erwerb auch gleich um eine Ladestation zuhause kümmern. Es gibt verschiedene Modelle mit unterschiedlichen Ladeleistungen und unterschiedlichen Anschlüssen auf dem Markt. Für mich kommt mit Blick auf zukünftig höhere Ladekapazitäten hier nur ein dreiphasiges Modell mit 22 kW in Frage, das die Zoe derzeit in einer Stunde auflädt. Steigen die Kapazitäten zukünftig, steigt auch die Ladezeit. Hier muss mit Kosten zwischen 1000 und 2500 Euro gerechnet werden. Außerdem muss die Möglichkeit, eine solche Ladestation zu installieren gegeben sein. Für Stadtbewohner nicht immer so einfach. Auch wenn hinlänglich kolportiert wird, dass ein Elektroauto auch an der Haushaltssteckdose aufgeladen werden kann, würde ich das nicht empfehlen. Die Stromlast ist sehr hoch und die gängige Steckdose und die Verkabelung dahinter sind für eine derart hohe und lange Belastung nicht ausgelegt. Im Falle des Falles wird die Versicherung das auch nicht witzig finden. Hier sollte tunlichst ein Elektromeister zu Rate gezogen werden, der auch die Installation vornimmt.
  • Destination-Charging – Wenn Sie sich keine Lademöglichkeit in der Nähe der eigenen vier Wände einrichten können, sind Sie auf das öffentliche Ladenetz angewiesen. Wie ich weiter oben schon schrieb, kommen hierfür Ladesäulen an Orten in Frage, die Sie mehrmals wöchentlich aufsuchen, wie zum Beispiel Supermärkte, Fitnessstudios, Sporthallen, Schwimmbäder, Kino, usw… Diese sollten Sie auf verfügbare Ladestationen hin überprüfen. Das Ladenetz in Deutschland wächst quasi täglich.
  • Stromanbieter – Beim Kauf eines Elektroautos gehört weiterhin ein Stück weit Ideologie dazu, auch wenn diese Fahrzeuge lange keine Kostengräber mehr sind. In diesem Sinne sollte man auch die Herkunft des getankten Stroms überprüfen. Mit aus Atomkraft, Braun- und Steinkohle erzeugter Energie kann man auch gleich beim Verbrennungsmotor bleiben.
  • Ladenetz – Für längere Fahrten über die Reichweite hinaus gilt es, die Ladepunkte genau zu planen und auch immer Alternativen parat zu haben, falls Säulen defekt oder zugeparkt sind. Das Ladenetz in Deutschland verdichtet sich stetig. Auch sollten Sie die Lademöglichkeiten auf die dafür erforderlichen Abrechnungssysteme hin untersuchen. Ich bewege mich derzeit viel im norddeutschen Raum und komme mit den Ladekarten von The New Motion und Plug Surfing sehr gut zurecht. Eine Übersicht über alle Ladeverbünde finden Sie auf goingelectric.de

Die erste Probefahrt – meine Eindrücke

Wenn man im Speckgürtel einer Großstadt wohnt, hat das seine Vorteile. So zum Beispiel, dass man im klassischen lokalen Handel eine große Auswahl an Produkten vor der Haustür hat – auch im Gebrauchtwagensegment. Schnell hatte ich neue interessante Angebote für gebrauchte Zoes im Internet gefunden und mir gleich einen Termin für eine Probefahrt geholt.

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Lieferzeiten neuer E-Mobile – nicht mein Ding

Nachdem ich nun also intensive Marktrecherchen betrieben hatte und mich auf den Renault Zoe eingeschossen hatte, wollte ich das beste Stück doch mal aus der Nähe begutachten. Ist der wirklich so klein, wie wirkt sein futuristisch anmuten sollendes Äußeres und Inneres auf mein Auge.

Anlässlich des dritten Geburtstags meines Meganes stand die erste Hauptuntersuchung auf dem Plan. Diesen Termin bei meinem “Freundlichen” nutzte ich für eine kurze Stippvisite im benachbarten Veraufsraum. Und klar, da standen gleich drei Zoes zur Besichtigung. Na kommt Freunde, so klein wirkt der auf mich gar nicht. Schnell war ein netter Verkäufer zur Stelle, der mir Zugang zum Objekt der Begierde ermöglichte.

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Renault Zoe – passt ins Profil

Den Renault Zoe habe ich mir also mal genauer angesehen. Preislich liegt dieser als Neuwagen bei 21300 Euro in der Grundausstattung – staatlich und von Herstellerseite subventioniert kommen wir runter bis auf 16300 Euro. Für ein Fahrzeug basierend auf dem Renault Clio passt der Preis.

In der Größe mache ich hier natürlich einen Rückschritt gegenüber dem Megane, der in der Mittelklasse spielt. Aber in Einschätzung dieser Einschränkung habe ich mir wieder mein Fahprofil vor Augen geführt. Tag für Tag sitze ich alleine in meinem Megane und fahre zur Arbeit und zurück. Dafür ist auch ein überschaubereres Fahrzeug ausreichend. Zu welchen Gelegenheiten habe ich also meinen Kombi mal richtig gefordert? Lassen Sie mich überlegen. Achja:

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Bundesregierung subventioniert E-Mobilität – Ist das was für mich?

Neue Impulse benötigen ja immer einen Auslöser. In meinem Fall kam dieser Moment, als ich auf meinem täglichen Heimweg in meinem mit 190 Benzin-Pferdestärken befeuerten Renault Megane GT saß und wie meist das Radio laufen hatte. In den Nachrichten wurde über den Beschluss der Bundesregierung berichtet, den Erwerb von Elektroautos zu subventionieren. Ich war schon immer ein Freund sauberer Energie und hatte mir in der Vergangenheit schon mehrfach Gedanken darüber gemacht. Aber immer wieder scheiterten diese Überlegungen an trotz aller staatlicher Unterstützung zu hohen Investitionskosten und wurden dann wieder für lange Zeit in entlegenen Schubladen verstaut.

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