Destination Charging – so muss es sein

Eines der meistgenannten Argumente gegen die Elektromobilität ist die fehlende Lademöglichkeit am Wohnort. “Ich wohne im 5. Stock und kann zuhause nicht laden”, habe ich schon öfter gehört. Ich persönlich habe eine Lademöglichkeit in der heimischen Einfahrt in Form einer handelsüblichen Haushaltssteckdose. Allerdings nutze ich diese nur in seltensten Fällen. In aller Regel lade ich am Schnelllader beim Supermarkt um die Ecke. Aber jetzt hat sich eine noch wesentlich komfortablere Möglichkeit ergeben.

Ladesäule am Erlebnisbad Arriba in Norderstedt

Die 11 kW-Ladesäule am Erlebnisbad Arriba in Norderstedt mit zwei Typ2-Anschlüssen steht schon lange auf dem hinteren Teil des Besucherparkplatzes. Im Februar 2017 wurde sie dann auch endlich von den Stadtwerken Norderstedt in Betrieb genommen. Für uns perfekt. Denn meine bessere Hälfte ist viermal pro Woche für mindestens 1,5 Stunden dort. Sie nimmt nun immer den Zoe und ich bekomme abends ein annährend vollgeladenes Auto für den Weg zur Arbeit am nächsten Tag vor die Tür gestellt.

Mit ihrer Ladeleistung von 11 kW ist die Säule prädestiniert für das Destination-Charging an einem Spaßbad. Die durchschnittliche Verweildauer dort beträgt 2 bis 3 Stunden. Eine Zeit, in der der Zoe mit dem 22 kWh-Akku annähernd vollladen kann. Und das im Winter wie im Sommer. Somit können wir zukünftig noch bequemer auf die heimische Aufladung verzichten, eines der Hauptargumente von Skeptikern gegen die E-Mobilität.

Nun kann man sicherlich dagegen argumentieren, dass die Säule auch defekt oder belegt sein kann und es dann Essig ist mit dem Laden. Ich denke aber, diese Säule zeigt klar den Kurs an, der in den kommenden Jahren gefahren werden muss. Mehr solcher Säulen müssen entstehen, nicht nur an diesem Standort, sondern auch an weiteren Aufenthaltspunkten des täglichen Lebens. Und mit den steigenden Anforderungen muss auch die Zahl der Säulen pro Lokalität wachsen. 11 kW sind ohne großen finanziellen und strukturellen Aufwand zu realisieren und bedienen genau das aktuelle Anforderungsprofil der meisten E-Autos: Den innerstädtischen Verkehr.

Für uns ist die Säule ein wahrer Glücksfall. Denn bislang bin ich besonders im Winter auf dem Heimweg noch an den Schnelllader am Supermarkt gefahren und habe 20 Minuten aufgeladen. Nun kann ich direkt nach Hause fahren und bekomme mein Fahrzeug bei der Freizeitaktivität meiner Freundin wieder aufgeladen. Wenn das Auto steht, muss es aufladen, das ist der Idealfall.

Ein Gedanke zu „Destination Charging – so muss es sein“

  1. Guter Bericht zur Ladesäule am Arriba!

    Bericht gestern 08.03.2017 in der Norderstedter Zeitung:
    Mobilität. Es fehlen Ladestationen im Kreis Segeberg.
    Ausschnitt vom Artikel:
    Passend dazu ist Heiko Birnbaum, dem Klimaschutzmanager des Kreises, kein Ort bekannt, der sich um die neuen Bundesmittel bewirbt. “Wir sind ein Flächenkreis, da wird vornehmlich zu Hause geladen”, sagt er. Die Verwaltung nimmt allerdings auch Vorschläge von Bürgern zu möglichen Standorten entgegen (Telefon 04551/95 15 22).
    http://www.abendblatt.de/region/norderstedt/article209860095/Es-fehlen-Ladestationen-im-Kreis-Segeberg.html

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