Neue Wege auch beim Autoverkauf: Autoscout Express-Verkauf

Wenn man sich ein Elektroauto zulegt, dann geht man damit unter die Pioniere. Das ist auch heute noch so.  Mit derlei Tatendrang in mir habe ich mir gedacht, gehe ich beim Auto-Verkauf doch auch mal neue Wege. Also habe ich meinen Megane beim Expressverkauf von Autoscout angemeldet. Ich konnte im Internet nichts wirklich Negatives über diese Art der Veräußerung finden und das System ist eigentlich idiotensicher.

Ich habe also zahlreiche Daten meines Megane im Anmeldeformular hinterlegt. Neben den üblichen Fahrzeugdaten gehörten dazu auch alle mir bekannten Beschädigungen, sowie Profiltiefe der Reifen, Datum und Umfang aller Inspektionen und und und.

Das hat ca. eine halbe Stunde gedauert, dann hatte ich das Formular am Dienstag Abend abgeschickt. Und tatsächlich bekam ich wie versprochen nach 24 Stunden eine Antwort mit einem ausführlichen Gutachten meines Wagens. Fast zeitgleich rief mich eine Mitarbeiterin von Autoscout an und klärte mit mir noch einmal das weitere Vorgehen.

Mein Gutachten beinhaltete eine Preisspanne von 2000 Euro, innerhalb derer Angebote von Händlern zu erwarten sind, die diesem Netzwerk angehören und denen mein Auto angeboten wird, wenn ich mich für diese Art des Verkaufs entschließe. Für diese Entscheidung habe ich nochmal eine Woche Zeit. Bis hierhin ist der Service kostenlos. In der Mitte der Angebotsspanne liegt mein Mindestverkaufspreis, den Autoscout ermittelt hat.

Der Deal geht dann wie folgt: bekomme ich Angebote oberhalb dieses Mindestverkaufspreises, dann muss ich eines davon annehmen. Tue ich das nicht, oder breche die dreitägige Angebotsphase vorzeitig ab, stellt Autoscout dafür 149 Euro in Rechnung.

Da mit der Mindestverkaufspreis zusagte, aktivierte ich die Angebotshase an einem Montag Abend. Bis Donnerstag um Mitternacht können die im Netzwerk angeschlossenen Händler Angebote für meinen Megane abgeben. Sie kennen allerdings nur die Fahrzeugbeschreibung, die ich inseriert habe.

Also freute ich mich auf drei spannende Tage. Was wird mein sportlicher, gut gepflegter, top ausgestatteter Kombi den Fachleuten wohl wert sein. Das Warten beginnt.

Am Ende von Tag eins blieb mir zunächst nur die Erkenntnis, dass eine geringwertige Einschätzung immer noch besser wäre, als vollkommenes Desinteresse. Denn ich erhielt genau null Angebote. Ähnlich lief auch Tag zwei. Als mich auf dem Heimweg von der Arbeit der Freundliche Verkäufer des kleinen Frontschadlers anrief, um nach dem Stand der Dinge zu fragen, konnte ich ihm nur sagen, er möge das Fahrzeug doch wieder freigeben und anbieten.

Doch kaum zuhause angekommen, ließ mein Smartphone den Signalton für eine eingehende Email ertönen. Aha, jetzt geht es doch bestimmt los. Und tatsächlich erhielt ich eine Email mit dem Hinweis auf das erste Angebot. Mit Spannung öffnete ich diese und hatte Stufe zwei der Erwartungshaltung erreicht. Ich war von null Interesse zu geringfügiges Interesse aufgestiegen. Das Angebot lag über 1000 Euro unter dem Mindestverkaufspreis. Aber es geht los.

Nur eine Stunde später durfte ich dann feststellen, dass sich der Betrefftext der Email ändert, wenn ein Angebot meinen Vorstellungen entspricht. Denn das Angebot Nummer zwei lag doch tatsächlich um 100 Euro über dem Mindestpreis. Yeah, jetzt kann ja nichts mehr schiefgehen, mal sehen, was morgen noch geht.

Und dann begann das Grübeln. Der Händler kann das Gebot jederzeit in jede Richtung ändern. Was ist, wenn er kurz danach nach unten geht, um mich nervös zu machen? Nochmal reinschauen. Ein Renault Vertragshändler. Eine sichere Sache also. Welcher Händler es ist, das erfahre ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Es wird in meinen beiden Angeboten nur zwischen freien und Vertragshändlern unterschieden.

Ach, was solls, mein Preis ist doch erreicht, ein seriöser Händler hat geboten. Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach. Ich schlage zu und drücke auf “Angebot annehmen”. Nun erhalte ich auch die Kontaktdaten des Käufers. Eine Renaut-Kette aus Sachsen. Ich nehme also per Email Kontakt auf. Rückruf erfolgt nur zwei Stunden später. In einem angenehmen Telefonat besprechen wir die Einzelheiten der Transaktion. Der Händler ist nun zur Abnahme zum vereinbarten Preis innerhalb einer Woche verpflichtet, wenn ich keine groben Mängel verschwiegen habe. Ansonsten droht der Ausschluss aus dem Autoscout-Netzwerk.

Mein Fazit für Autoscout Express-Verkauf: Vielleicht hatte ich Glück, mit längerem Warten hätte ich sicherlich noch einen besseren Preis erzielt. Aber dieser liegt mal eben um 1600 Euro über dem Inzahlungnahme-Angebot meines Zoe-Verkäufers. Für einen schnellen und stressfreien Verkauf an einen zertifizierten Händler eignet sich dieses System in der Tat. Man erhält einen Mindestpreis und kann danach entschieden, ob man in die Auktion einsteigt, oder ob man sich sagt, dass man mehr erwartet. Bis hierhin ist alles kostenlos.

Ich kann mich nun also konkret auf die Suche nach meiner Zoe machen…

 

2 Gedanken zu „Neue Wege auch beim Autoverkauf: Autoscout Express-Verkauf“

  1. Finger weg von AutoScout24!!
    Abzocke!
    Express-Verkauf ist reine Abzocke-Falle!!

    Du zahlst auf alle Fälle Stornierungsgeld…

    Wenn du dein Auto überhaupt verkauft, musstest du es viel unter der Preis machen!!

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