6. Norddeutsches E-Community-Treffen in Zarpen

Kai Fischer, Vorreiter in Sachen regenerative Energien und E-Mobilität aus dem Kreis Pinneberg, und sein Organisatonsteam hatten gerufen und alle waren sie gekommen.  Über 100 elektrisch angetriebene Fahrzeuge standen auf der Meldeliste für das 6. Norddeutsche E-Community-Treffen in Zarpen bei Lübeck. Und die große Wiese, die zum Parkplatz umfunktioniert wurde, war ab 10 Uhr gut gefüllt. Erste Reihe für Renault Zoe, zweite Reihe für Tesla Model S und die dritte Reihe für alle anderen Fahrzeugtypen. In der vierten Reihe durften die parken, die noch nicht elektromobil unterwegs sind, sich aber ernsthaft für das Thema interessieren oder einfach nur neugierig waren.

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Am häufigsten vertreten in Zarpen: Renault Zoe

Zwei Schnellladepunkte waren eigens für die teils weit angereisten E-Mobilisten eingerichtet worden. Der weiteste von ihnen kam übrigens aus der Schweiz und erhielt für seinen Einsatz eine kleine Aufmerksamkeit. Genauso, wie das ungewöhnlichste Elektroauto, ein für teures Geld umgebauter Volkswagen Passat.

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Tanken 2.0

E-Mobilisten sind sehr kommunikative Menschen. Das durfte ich ja schon bei meinen ersten Ladestopps an der heimatnahen Ladesäule erfahren. Kein Ladestopp ohne Informationsaustausch.

Dass Fahrer von Elektro-Autos aber keine durchschnittlichen Verkehrsteilnehmer sind, durfte ich bei einem kürzlichen Ladestopp feststellen. Zunächst das Übliche, als ich mich an der Clever-Säule bei Famila in Quickborn neben einem Tesa Model S einstöpselte. Ich wurde von einem Passanten angesprochen. Dann kam der Tesla-Fahrer dazu. Als der Passant sich verabschiedete, unterhielten wir uns weiter und ich saß kurz darauf in seinem Luxus-Liner.

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Das Warten hat ein Ende – Ich bin jetzt E-Mobil

Zwei Wochen musste ich warten seit der Unterzeichnung des Kaufvertrags für meinen neuen E-Mobilisten, bis ich ihn endlich in Besitz nehmen konnte. TÜV, Inspektion, neue Vorderreifen, Spur neu eingestellt und neue Rücksitzbank waren abgehandelt, also ging es am frühen Morgen zur Zulassungsstelle. Runde 250 Elektroautos gibt es im Kreis Pinneberg, meines ist also nicht das Erste. Allerdings war meine Zulassung die E-Kennzeichen-Premiere der jungen Dame am Schalter. “Müssen die Bankdaten mit angegeben werden? Steuern kostet er ja nicht!” – “Doch müssen sie. Nach zehn Jahren ist die Steuerbefreiung zuende.”

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Vorbereitungen auf die E-Mobilität

Nun ist er also unterschrieben, der Kaufvertrag für meinen “neuen” Renault Zoe. Ganz so neu ist er nicht mehr. Aber ich verzichte bewusst auf die Kaufprämie für Neuwagen, die heute nun auch endlich von der Europäischen Union abgesegnet und somit spruchreif ist.

Für das Experiment E-Mobilität zahle ich so rund ein Drittel weniger als für einen ausstattungsgleichen geförderten Neuwagen. Theoretisch habe ich mich umfassend vorbereitet. Doch Theorie und Praxis klaffen ja manchmal doch deutlich auseinander. Und so minimiere ich mein Risiko ein wenig.

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Mein neuer: Renault Zoe Intens

Einst war sie das schnellste Schiff der Weltmeere – zumindest in der Welt der Piraten der Karibik rund um Kapitän Jack Sparrow. Jetzt wird die Black Pearl bald in meiner Einfahrt wohnen und Strom laden. Denn ich habe mich für meinen kleinen Frontschaden entschieden. Renault Zoe Intens mit den Extras Metallic-Lackierung Black Pearl, Mittelarmlehne und neuen Fußmatten, EZ 11/2013 – 36000km.

Nach einer letzten Nachverhandlung mit meinem freundlichen Freundlichen haben wir uns preislich einigen können. Bis zur Übergabe am 22. Juni werden TÜV und Inspektion erledigt und nochmal eine Aufbereitung vorgenommen. So sieht er jetzt aus:

Renault Zoe Intens
Renault Zoe Intens

Nun beginnt also das Warten. Aber es gibt auch noch einiges zu tun. So wird mein Megane ja am Donnerstag noch abgeholt. Außerdem habe ich schonmal eine Anfrage bei einem Elektriker und einer Firma gestellt, die die mobile Wallbox vertreibt, für die ich mich entschieden habe.

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Neue Wege auch beim Autoverkauf: Autoscout Express-Verkauf

Wenn man sich ein Elektroauto zulegt, dann geht man damit unter die Pioniere. Das ist auch heute noch so.  Mit derlei Tatendrang in mir habe ich mir gedacht, gehe ich beim Auto-Verkauf doch auch mal neue Wege. Also habe ich meinen Megane beim Expressverkauf von Autoscout angemeldet. Ich konnte im Internet nichts wirklich Negatives über diese Art der Veräußerung finden und das System ist eigentlich idiotensicher.

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Liebe auf den ersten Blick?

Wie im letzten Beitrag schon erwähnt, wartete “meine” Zoe schon auf mich. Nur wenige Tage nach meinem ersten e-mobilen Erlebnis stand also die Vergleichsfahrt in meinem potentiell zukünftigen Boliden auf dem Plan.

Dann musste ich allerdings feststellen, dass der erste Eindruck schon deutlich täuschen kann. Denn mein vermeintliches Wunschfahrzeug entpuppte sich als schonungslos rangenommene Firmenschleuder. Das offenbarte sich schon beim Anbick der Vorderreifen. Mutwillig geschundene Michelin Energy-Saver mit abgefahrenem Profil schauten mich traurig an. Ok, der Zoe hat trotz überschaubarer Pferdestärken ein nicht zu unterschätzendes Drehmoment, wie ich bei meiner ersten Probefahrt ja schon feststellen durfte. Ich schiebe das also auf die Beschleunigung und gehe davon aus, dass die Bremsen sich nicht in einem ähnlich erbärmlichen Zustand befinden.

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E-Mobilität – Die Voraussetzungen

Wer sich dazu entscheidet, auf ein rein elektrisch angetriebenes Fahrzeug umzusteigen, der sollte sich vor dem Kauf einige Punkte überlegen und sich eine ToDo-Liste erstellen.

  • Reichweite – das A und O der Mobilität. Und die ist bei Elektrofahrzeugen derzeit technisch bedingt beschränkt. Im Fall der Zoe liegt sie laut Herstellerangaben bei 210 resp. 240 km, beim neuen Modell sogar bei 400 km. Hierbei handelt es sich allerdings um Laborwerte, die in der Realität nicht erreicht werden. Sie dienen rein dem markenübergreifenden Vergleich. In der Realität wird die alte Zoe zwischen 100 und 175 km mit einer 24 kWh-Ladung schaffen, die neue zwischen 200 und 350 km mit 41 kWh. Beachten Sie bitte, dass die Reichweite stark vom Fahrprofil und von den Witterungsbedingungen abhängt. Bei Frost sinkt diese deutlich ab. Mein Fahrprofil sieht so aus, dass ich täglich 70 km Arbeitsweg habe. Abends wird das Fahrzeug in der Regel abgestellt und ist am nächsten Morgen wieder aufgeladen. Somit ergeben sich für mich keine Reichweitenprobleme.
  • Aufladung – Mit einem Verbrennungsmotor machen Sie sich nicht viele Gedanken um das Auftanken. An allen Ecken gibt es Tankstellen und Sie müssen vielleicht nur einmal im Monat tanken. Das sieht mit dem Elektroauto anders aus. Ich als 70 km-Pendler muss spätestens jeden zweiten Tag an die Steckdose. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ich habe eine Ladesäule in unmittelbarer Umgebung an dem Supermarkt, an dem wir zweimal die Woche einkaufen. Trotzdem werde ich mich darauf nicht verlassen, denn die Ladesäule könnte defekt, belegt oder schlicht zugeparkt sein. Also sollte man sich beim E-Auto-Erwerb auch gleich um eine Ladestation zuhause kümmern. Es gibt verschiedene Modelle mit unterschiedlichen Ladeleistungen und unterschiedlichen Anschlüssen auf dem Markt. Für mich kommt mit Blick auf zukünftig höhere Ladekapazitäten hier nur ein dreiphasiges Modell mit 22 kW in Frage, das die Zoe derzeit in einer Stunde auflädt. Steigen die Kapazitäten zukünftig, steigt auch die Ladezeit. Hier muss mit Kosten zwischen 1000 und 2500 Euro gerechnet werden. Außerdem muss die Möglichkeit, eine solche Ladestation zu installieren gegeben sein. Für Stadtbewohner nicht immer so einfach. Auch wenn hinlänglich kolportiert wird, dass ein Elektroauto auch an der Haushaltssteckdose aufgeladen werden kann, würde ich das nicht empfehlen. Die Stromlast ist sehr hoch und die gängige Steckdose und die Verkabelung dahinter sind für eine derart hohe und lange Belastung nicht ausgelegt. Im Falle des Falles wird die Versicherung das auch nicht witzig finden. Hier sollte tunlichst ein Elektromeister zu Rate gezogen werden, der auch die Installation vornimmt.
  • Destination-Charging – Wenn Sie sich keine Lademöglichkeit in der Nähe der eigenen vier Wände einrichten können, sind Sie auf das öffentliche Ladenetz angewiesen. Wie ich weiter oben schon schrieb, kommen hierfür Ladesäulen an Orten in Frage, die Sie mehrmals wöchentlich aufsuchen, wie zum Beispiel Supermärkte, Fitnessstudios, Sporthallen, Schwimmbäder, Kino, usw… Diese sollten Sie auf verfügbare Ladestationen hin überprüfen. Das Ladenetz in Deutschland wächst quasi täglich.
  • Stromanbieter – Beim Kauf eines Elektroautos gehört weiterhin ein Stück weit Ideologie dazu, auch wenn diese Fahrzeuge lange keine Kostengräber mehr sind. In diesem Sinne sollte man auch die Herkunft des getankten Stroms überprüfen. Mit aus Atomkraft, Braun- und Steinkohle erzeugter Energie kann man auch gleich beim Verbrennungsmotor bleiben.
  • Ladenetz – Für längere Fahrten über die Reichweite hinaus gilt es, die Ladepunkte genau zu planen und auch immer Alternativen parat zu haben, falls Säulen defekt oder zugeparkt sind. Das Ladenetz in Deutschland verdichtet sich stetig. Auch sollten Sie die Lademöglichkeiten auf die dafür erforderlichen Abrechnungssysteme hin untersuchen. Ich bewege mich derzeit viel im norddeutschen Raum und komme mit den Ladekarten von The New Motion und Plug Surfing sehr gut zurecht. Eine Übersicht über alle Ladeverbünde finden Sie auf goingelectric.de