Photovoltaik Jahresabschluss

Keine Technik ohne Fehler – so auch nicht bei unserer Photovoltaikanlage oder vielmehr deren Statistikauswertung. Im Oktober und November gab es erhebliche Probleme mit dem Sunny Home Manager, der die komplette Steuerung der Anlage übernimmt. Grafisch fehlen die Daten weiterhin, allerdings ist es uns gelungen, zumindest die reinen Werte zu rekonstruieren.

Ab dem 5. Oktober machten sich die Schatten der hohen Bäume im Süden deutlich bemerkbar, sodass auch das Schattenmanagement des Wechselrichters das nicht mehr ausgleichen konnte und es gab entgegen dem sehr sonnigen Spätherbst nur noch unterdurchschnittliche Erträge. Außerdem endete an diesem Tag unsere Stromautarkie für 2018.

Im November und vorallem im Dezember machte sich die Sonne dann sehr rar, so dass auch in diesen beiden Monaten die Prognose nicht mehr erfüllt wurde. Allerdings konnten wir den Abwärtstrend ein wenig einbremsen, seitdem am 28. November zumindest die nicht mehr gerade sehr schönen Bäume auf unserer Grundstücksseite gefällt wurden.

Unser Speicher fristet im Dezember ein eher tristes Dasein. Zweistellige Prozentzahlung die Ladung betreffend waren die absolute Ausnahme. Es wäre wirtschaftlicher gewesen, ihn ganz abzuschalten und die Überschüsse einzuspeisen. Wir reden hier aber von Pfennigbeträgen. Ebenso, wie die Verluste durch die Schatten sich auf dem Papier zwar nicht schön machen, finanziell aber absolut im Rahmen bleiben.

Insgesamt sind uns im Vergleich zur Ertragsprognose von September bis Dezember 319 kWh durch die Lappen gegangen. Die Speicherverluste mit eingerechnet sprechen wir hier von 63,73 Euro. Das ist nicht schön, aber auf Grund der nicht änderbaren Lage vertretbar.

Noch ein Wort zum Speicher. Dieser arbeitet gerade im Winter durch die geringen Lade- und Entladeleisungen sehr ineffektiv. Auf das komplette Jahr seit Inbetriebnahme kommen wir auf Verluste in Höhe von 27 Prozent. Das heißt, dass wir nur 73 Prozent der eingespeisten Strommenge wieder entnehmen konnten. Jedoch verschwindet Energie gem. Energieerhaltungssatz nicht. In diesem Fall wird sie in Wärme umgewandelt. Diese wollen wir in 2019 mithilfe einer Brauchwasserwärmepumpe in warmes Wasser umwandeln, um so die Gasbrennwerttherme zwischen Mai und Oktober komplett abschalten zu können.

In diesem Winter haben wir die Abwärme aber quasi in Stromersparnis zurückgewandelt. Denn nebem dem Heizungskeller befindet sich unser Heimkino. Und dieses wurde in den vergangenen Jahren neben einem unterdimensionierten Heizkörper auch mit einem 2 kW-Heizstrahler befeuert. Diese blieb in diesem Winter bislang komplett aus. Dieser Umstand, einige erneurte Stromverbraucher (E-Herd wegen Defekts, Spülmaschine wegen Defekts und Beleuchtung) sowie sicherlich auch der im Norden Deutschlands außergewöhnlich schöne und lange Sommer sorgten dafür, dass wir unseren Stromverbrauch 2018 gegenüber dem Vorjahr um 500 kWh verringert konnten. Das ist eine Einsparnis vom 13,6 Prozent. Dazu muss gesagt werden, dass wir das E-Auto bislang noch am kostenlosen Schnelllader beim örtlichen Supermarkt laden.

In Sachen Photovoltaik ist die Talsohle nun durchschritten. Die Tage werden länger und wir werden sehen, wie sich die Erträge zum Frühling hin entwickeln. Photovoltaik macht uns weiterhin ähnlich viel Spaß wie E-Auto zu fahren. Es gibt in unserem Haus noch einiges zu optimieren, gehen wir es an.

Jahresstatistik 2018


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