Renault Zoe – passt ins Profil

Den Renault Zoe habe ich mir also mal genauer angesehen. Preislich liegt dieser als Neuwagen bei 21300 Euro in der Grundausstattung – staatlich und von Herstellerseite subventioniert kommen wir runter bis auf 16300 Euro. Für ein Fahrzeug basierend auf dem Renault Clio passt der Preis.

In der Größe mache ich hier natürlich einen Rückschritt gegenüber dem Megane, der in der Mittelklasse spielt. Aber in Einschätzung dieser Einschränkung habe ich mir wieder mein Fahprofil vor Augen geführt. Tag für Tag sitze ich alleine in meinem Megane und fahre zur Arbeit und zurück. Dafür ist auch ein überschaubereres Fahrzeug ausreichend. Zu welchen Gelegenheiten habe ich also meinen Kombi mal richtig gefordert? Lassen Sie mich überlegen. Achja:

  • Einweihungparty für unser neues Haus mit 50 Gästen. Damals habe ich drei Bierzeltgarnituren und 10 Kisten Bier sowie weitere Getränke in zwei Fuhren rangefahren. – Wir feiern zwar oft und gerne, aber nicht so oft mit so vielen Gästen und heute beschaffe ich dann eher zwei Bierfässer, da eine Zapfanlage vorhanden ist. Außerdem haben wir uns zwei Bierzeltgarnituren angeschafft.
  • Billy-Regale vom Schweden – haben wir inzwischen recht viele in unser Haus gestellt, der Bedarf hält sich in Grenzen.
  • Frankreichurlaub zu viert im Megane. War eine einmalige Angelegenheit.
  • Fahrradurlaub zu zweit mit zwei Fahrrädern. Gibt es einen Dachgepäckträger für die Zoe? Ansonsten geht das auch mit der Bahn, haben wir auch schon gemacht, z.B. von Wien nach Ulm und von Dresden nach Hamburg.

Ich denke, es gibt immer eine Alternative, wenn wirklich mal Not am Mann sein sollte. Aber in 95 Prozent der Fälle ist mein Megane schlicht überdimensioniert. Warum also nicht die Zoe. Beschäftigen wir uns doch mal weiter damit.

 

Die Ausstattung: In der Grundvariante bringt sie schon so einiges mit. Als da wären neben dem, was wir heute für selbstverständlich halten, wie Sicherheitstechnik, el. Fensterheber, Airbags und und und:

  • Ein 7″-Touchscreen steuert den Hauptteil der Fahrzeuginformationen wie auch das Radio mit Blutooth und Freisprecheinrichtung. Das habe ich schon im Megane. Sehr angenehm. Reinsetzen und das Handy verbindet sich automatisch. so ist auch kabelloses Musikabspielen möglich.
  • Eine zeitlich steuerbare Klimaanlage. Um 6 Uhr springt die im Winter an und wenn ich dann um 6.30 Uhr losfahre, dann ist das Auto schon angenehm temperiert und enteist. Kostet nichts an Reichweite, denn die Zoe hängt ja schon am Strom. Sehr schöne Sache für mich als Draußenparker. Kenne ich noch nicht aus dem Megane. Und das Ganze lässt sich auch noch (gegen Aufpreis) online überwachen, wie sich alle Fahrzeugdaten per Smartphone und Co auch aus der Entfernung einsehen lassen.
  • Die um 2000 Euro teureren Versionen Intens und ZEN bieten dazu noch Keyfree Entry and Drive – der Schlüssel kann in dieser Variante in der Tasche bleiben. Möchte ich seit dem Megane auch nicht mehr missen
  • Eine etwas verbesserte Soundanlage, kommt aber sicherlich nicht an meine – wenn auch unter HiFi-Enthusiasten verschrieene Boseanlage heran.
  • Regen- und Lichtsensor – ein sehr nützlicher Helfer, mir ebenfalls aus dem Megane bekannt.
  • 16″-Leichtmetallfelgen – Das Auge fährt mit.
  • Einparkhilfe hinten – wie im Megane
  • Fensterheber mit Impulsfunktion – habe ich jetzt auch
  • Rückfahrkamera – Hatte ich im Megane explizit nicht mitbestellt, hielt ich nicht für notwendig. Ein für mich nettes Gimmick.
  • Lenkrad und Schaltknauf in Leder – habe ich jetzt, will ich wieder haben.

Aber wo Licht ist, findet sich natürlich auch immer Schatten. Für mich sind das folgende Aspekte:

  • Keine Sportsitze – Die habe ich im Megane liebgewonnen.
  • Kein Sonnendach – Sehr schöne Sache im Sommer.
  • Standard-Soundsystem – Bose wird zwar in HiFi-Kreisen eher kritisch gesehen, aber in meinem Megane sorgt das System für sehr ausgewogenen Klang.

Nachdem ich mich nach dem Studium der Produkte anderer Hersteller dazu entschieden habe, bei den Franzosen zu bleiben, kommt für mich allerdings in Zusammenfassung aller Punkte nur die Ausstattungslinie Intens in Frage. Ansonsten sind die früher schon beschriebenen Reize zu gering, um den Impuls zum Umstieg zu setzen. Man hat ja auch seine Ansprüche und da bin ich sicherlich nicht alleine.

 

Schaue ich mir den Zoe also mal genauer an…

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