Tanken 2.0

E-Mobilisten sind sehr kommunikative Menschen. Das durfte ich ja schon bei meinen ersten Ladestopps an der heimatnahen Ladesäule erfahren. Kein Ladestopp ohne Informationsaustausch.

Dass Fahrer von Elektro-Autos aber keine durchschnittlichen Verkehrsteilnehmer sind, durfte ich bei einem kürzlichen Ladestopp feststellen. Zunächst das Übliche, als ich mich an der Clever-Säule bei Famila in Quickborn neben einem Tesa Model S einstöpselte. Ich wurde von einem Passanten angesprochen. Dann kam der Tesla-Fahrer dazu. Als der Passant sich verabschiedete, unterhielten wir uns weiter und ich saß kurz darauf in seinem Luxus-Liner.

Das ungewöhnliche Design zeigte mir sofort, dass hier kein klassischer KFZ-Hersteller am Werk war. Edle Materialien, aber ein wenig gewöhnungsbedürftig zusammengestellt. Ich hoffe, das Modell 3 wird ein wenig mehr dem Mainstream entsprechen.  Denn darauf spekuliere ich derzeit noch als Nachfolger für meinen Zoe.

Aber zurück zu meiner ersten Kontaktaufnahme mit dem amerikanischen Super-Stromer. Auf meine Frage nach Beschleunigung und Leistung schlug mir mein Nebenmann einen kurzen Trip um den Block vor. Klar, machen wir, ich habe es nicht eilig. Ich durfte zwar nicht fahren. Das muss man verstehen. Aber auch auf dem Beifahrersitz war das ein Erlebnis. Haben Sie schonmal in einem Formel 1-Renner gesessen? Ich auch nicht. Aber ich kann es jetzt in etwa nachempfinden.

Dazu sei gesagt dass ich die bisher heftigste Beschleunigung meines Körpers gerade mal im Motor-Modus Sport erleben durfte. Das Feld Wahnsinn haben wir nicht aktiviert. Wer bitte baut eine Taste mit der Bezeichnung Wahnsinn in das Motormanagement ein? Verrückt. Aber auch im zurückhaltenden Sport-Modus war das der Hammer.

Und jetzt meine Frage an Sie: Wie oft sind sie schon zu einer spontanen Probefahrt in einem Ferrari an der Tankstelle eingeladen worden? Ich erlebte hier das Tanken 2.0.

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